Zukunft der Jugendwerkstätten

Seit über 30 Jahren fördert das Land Niedersachsen Jugendwerkstätten und setzt dabei zur Finanzierung Gelder des Landes und des Europäischen Sozialfonds ein. Die Förderung der Europäischen Union läuft Ende 2020 aus. Der Brexit (Austritt des Vereinigten Königsreichs aus der Europäischen Union) ist beschlossen und für die neue Förderperiode ist mit erheblich weniger Mittel im Europäischen Sozialfonds zu rechnen.

 

Die Finanzierung bis Mitte 2022 ist gesichert

Mittlerweile ist die Finanzierung von Jugendwerkstätten und Pro-Aktiv-Centren in Niedersachsen bis Mitte 2022 gesichert. Im Rahmen der jetzigen Förderung hat die Landesregierung die entsprechenden Mittel zur Finanzierung in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen. Ferner sind weitere Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds zur Finanzierung der Übergangsphase bis Mitte 2022 bewilligt worden.

Während die freien Trägerverbände weiterhin eine Finanzierung der Jugendwerkstätten ausschließlich aus Landesmitteln fordern, setzt sich das Sozialministerium in Niedersachsen weiterhin für die zukünftige Kombination mit Europa-Mitteln ein. Man will erst den Finanzrahmen und die inhaltliche Ausgestaltung der neuen Förderperiode der Europäischen Union abwarten, bevor an einem neuen Konzept für Jugendwerkstätten  weiter gearbeitet wird.

 

Der Handlungsdruck bleibt

Nach wie vor sind die freien Träger an einer zügigen Planung der zukünftigen Förderung von Jugendwerkstätten und Pro-Aktiv-Centren interessiert. Denn an der unklaren Situation für die beteiligten Einrichtungen ab Mitte 2022 hat sich nichts geändert. Aus diesem Grund setzen sich alle Beteiligten weiterhin dafür ein, tragfähige Lösungen zu erarbeiten, die über das Ende der aktuellen Förderperiode des Europäischen Sozialfonds hinaus Sicherheit schaffen. Auch in Zukunft muss die Jugendberufshilfe in Niedersachsen ein flächendeckendes Angebot für junge Menschen im Übergang von der Schule in den Beruf vorhalten.